Der Vortrag “Adressen unserer Erinnerung: Niederösterreich“ anlässlich des 74. Jahrestags der Befreiung Wiens von NS-Regime fand am 11. April im Russischen Kulturinstitut statt.
Der Vortrag wurde von der Leitung des Forschungszentrums „Pamjat“ (Wien-Graz) Alexandra Kolb und Julia Egger organisiert und durchgeführt. Das Zentrum „Pamjat“ ist eine gemeinnützige Organisation, die 2016 in Österreich gegründet wurde. Die wichtigsten Tätigkeitsfelder dieser Organisation sind die Erforschung der Kriegs - und Nachkriegsgeschichte der Sowjetarmee in Österreich sowie die Hilfeleistung für die Verwandten der Getöteten auf ihrer Suche nach den Grabstätten.
Die Vortragenden erzählten ausführlich über die Wiener Operation und über Schicksale jener, die vom Krieg zurückkamen als auch der am österreichischen Boden verstorbenen Rotarmisten. Außerdem erzählten sie von der Geschichte sowjetischer Kriegsdenkmäler, die sich in Niederösterreich befinden und über österreichische Freiwillige, die sowjetische Grabstätten und Denkmäler pflegen. Die Gäste des Gedenkabends waren russische Landsleute, Regierungsvertreter aus Niederösterreich, Kriegszeugen und Kinder sowjetischer Soldaten. Von der jungen Lisa (Kind von Landsleuten) erhielt das Forschungszentrum „Pamjat“ eine Zeichnung mit der Abbildung des Grabs eines unbekannten Soldaten als Geschenk. Die digitale Kopie der Zeichnung wird als Design der facebook-Seite des FZ „Pamjat“ verwendet. Der Vortrag wurde zweiter Teil in der Vortragsreihe „Adressen unserer Erinnerung“. Der erste Vortrag fand 2018 statt und wurde der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte der österreichischen Hauptstadt gewidmet. Die Vorträge fanden mit Unterstützung des Koordinationsrates russischer Landsleute und der Vertretung von Rossotrudnitschestwo in Österreich statt.