„Familienalbum Dmitrij Karbyschews “. Abend im RKI in Wien

Im Rahmen der Feierlichkeiten des 74. Siegestages fand am 6. Mai im Russischen Kulturinstitut in Wien ein Abend unter dem Titel “Familienalbum Dmitrij Karbyschews“ statt. Es war ein Treffen mit dem Enkelsohn des Helden der Sowjetunion, General-Leutnant Dmitrij Karbyschew, der einen heroischen Tod im KZ „Mauthausen“ am österreichischen Boden starb. 

Der Gast des RKI wurde Dmitrij Alexejewitsch Karbyschew, der Fotos aus dem Familienalbum nach Wien brachte und den Zusehern zeigte – die Fotos des ruhmreichen Kriegsingenieurs, seiner Jugend in der Fachschule in Nikolajewsk und der Periode des ersten Weltkriegs, wo er seine zukünftige Frau, die Krankenschwester Lidija Opatskaja kennenlernte; auch Aufnahmen aus der Sowjetperiode, als Karbyschew roter Kriegsingenieur wurde. Bald nach Ausbruch des Großen Vaterländischen Krieges, der den General-Ingenieur in Grodno vorfand, geriet er in Gefangenschaft und durchlief eine ganze Reihe von Nazi-Lagern und Gefängnissen, bevor er im Februar 1945 in Mauthausen zu Tode gefoltert wurde. Wichtig war jedoch, dass der Gast nicht bloß vom Helden, sondern von seinem Großvater und seiner Familie sprach.
Eine überraschende Ergänzung des Abends wurde die spontane Rede von Maria Zissler, einer Österreicherin, die am Vorabend, während der Gedenkveranstaltungen im KZ „Mauthausen“ das Portrait Karbyschews trug. Ihren Worten nach, ist die Heldentat Karbyschews auch für Österreicher sehr wichtig, als Beispiel für Mut, Unbeugsamkeit und Widerstand gegen den Nazismus. 
An diesem Abend nahm der Veteran des Großen Vaterländischen Kriegs, einer der Befreier Wiens, Wladimir Raspolychin teil. Er sprach über die  Notwendigkeit, die Kenntnis über die Heldentat Karbyschews wie auch über den Heldenmut des Sowjetvolkes im Großen Vaterländischen Krieg allgemein an die junge Generation weiterzugeben, diesen Zwecken diente unter anderem der Abend im Russischen Kulturinstitut. Das Treffen verlief in sehr persönlicher Atmosphäre und  im Zeichen wahrer gegenseitiger Verständigung. Als Moderatoren traten Leiterinnen des Forschungszentrums „Pamjat“, Julija Egger und Alexandra Kolb, die großen Einsatz in Sachen der Katalogisierung von Grabstätten der Sowjetsoldaten in Österreich und des Erhalts von Erinnerungen an die hier gefallenen sowjetischen Militärangehörigen leisten. 
Unter den Gästen befanden sich Vertreter österreichischer Kulturkreise, gesellschaftlicher Organisationen, Vertreter ausländischer Botschaften und russische Landsleute.

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