Am 7. Oktober fand im Russischen Kulturinstitut in Wien eine der zahlreichen Jubiläumsfeierlichkeiten, ein festlicher Abend für Landsleute statt, der dem 45-jährigen Bestehen des Instituts gewidmet war. Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr fand der Abend in reduzierter Zusammensetzung und unter strikter Einhaltung der sanitären Maßnahmen statt.
Für das Russische Kulturinstitut ist der 45. Jahrestag nicht nur eine Gelegenheit, sich an seine Geschichte und den Beitrag zu erinnern, den die hiesigen Mitarbeiter zur Entwicklung der russisch-österreichischen humanitären Beziehungen geleistet haben, sondern auch eine Gelegenheit, unseren ständigen Freunden und Partnern für ihre langfristige und fruchtbare Zusammenarbeit zu danken.
Nach den derzeit geltenden österreichischen Vorschriften wurden in einem Abstand von 1 Meter nummerierte Namenssitze in der Halle installiert. Überall, außer auf ihren Plätzen, trugen die Besucher die Masken.
Im ersten Teil des Abends wurde die Verleihung der RKI-Diplome für aktive Unterstützung bei der Entwicklung der russisch-österreichischen humanitären Zusammenarbeit und der persönlichen Beteiligung an den Aktivitäten des RK in Wien an die in Österreich älteste Gesellschaft der Landsleute "Rodina", mehrere langjährige Mitarbeiter des Russischen Kulturinstituts, an die Leiter der Künstlergruppen, die am Standort des RKI tätig sind, sowie Kulturschaffende, die aktiv mit uns zusammenarbeiten, durchgeführt.
Dann reagierten die Preisträger mit ihren "kreativen Geschenken" zum Jubiläum des RKI. Der Wiener Russische Chor unter der Leitung von Jekaterina Maleina spielte eine Szene aus der zweiten Handlung von Tschaikowskys Oper Eugene Onegin. Gleichzeitig wurden alle drei Soli dieser Szene – von Rotny, Onegin und Lensky - vom Solisten der Wiener Oper, einem Freund des RKI Igor Onishchenko, aufgeführt. Leider war der Chor aufgrund der epidemischen Situation gezwungen, in reduzierter Besetzung aufzutreten. Die bekannte Pianistin Irina Dankewitsch Pianistin begleitete den Chor.
Ein langjähriger Freund des RKI, der Künstler und professioneller Vortragende Iwan Romanow erzählte von den Begegnungen mit berühmten Persönlichkeiten der russischen Kultur, die er hier in den vergangenen Jahren organisiert hat. Das kreative Geschenk der Gesellschaft „Rodina“ überreichte der Schüler Mark Moser, der das Lied "Ich blicke in die blauen Seen" in Begleitung seiner Mutter, Julia Moser, und mit Unterstützung ihres Vaters, des Vorsitzenden der Gesellschaft „Rodina“, Peter Saenko, vortrug. So nahmen drei Generationen von Landsleuten gleichzeitig an diesem Gruß teil. Die Verdiente Künstlerin Russlands Nika Millyard sang eine Tschaikowskys Romanze und Kalmans Arie; alle bekannten Lieder von Bulat Okudzhava und Oleg Mitjaev erklangen vom Ensemble des Bardenlieds des Russischen Clubs des Wiener Internationalen Zentrums unter der Leitung von Michail Choroschew. Am Ende des Programms sang das Folklore-Ensemble "Kalinka" unter der Leitung von Irina Grasmik, welches seit 15 Jahren am RKI tätig ist, zwei feurige russische Volkslieder.
Zum Abschluss des Konzertprogramms fand in der Ausstellungshalle des RKI die Eröffnung der Jubiläumsausstellung "Das RKI in Wien: Ein Geschichtsfaden" statt.
Der Abend verlief in einer sterilen und warmen Atmosphäre der häuslichen Gemütlichkeit. Das RKI in Wien entwickelt eine Tradition, in der es für die Landsleute verschiedener Generationen und Schicksale als Anziehungspunkt, als eine Art Interessensklub dient.